Pair & Share in Windhoek, Namibia Unsere Reise nach Namibia startete am 01.02.18 um 15:00 Uhr von Siegburg aus. Gemeinsam sind wir mit dem ICE nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof gefahren und von dort aus nach Namibia geflogen. Die Gruppe bestand aus 11 Studierenden und 2 Lehrerinnen des Robert-Wetzlar-Berufskollegs. In der Zeit, in der wir Auszubildenden und Lehrerinnen in Namibia waren, haben wir an einem Kultur- und Begegnungsprojekt teilgenommen. Wir haben einen Einblick in die afrikanische Berufs- und Ausbildungswelt bekommen und konnten in verschiedene Berufe des Hotel- und Gaststättengewerbes und im Sozialen Bereich der Erziehung reinschnuppern. Zu unserem Partner zählte die NUST Hotel School, die der Polytechnischen Hochschule in Windhoek angegliedert ist. Ralf Herrgott als Küchenchef in der Training Kitchen, sowie Hotel School Leiterin Liesl Liebenberg, gemeinsam mit den Azubis und Festangestellten, haben uns den Einstieg sehr leicht gemacht. Beim Partner Wolwedans Foundation und speziell in den Ausbildungsschwerpunkten Service und Küche im NICE gibt es zur Zeit große innerbetriebliche Veränderungen, aber 4 deutsche Azubis fanden ihre Tandempartner vom NICE in der Training Kitchen der Waldorf School Windhoek. In der Lehrküche dort wird zurzeit die Mittagsmahlzeit für die Ganztagsschule im Rahmen des namibianischen Ausbildungsunterrichts zubereitet. Entsprechend der Ausbildungsschwerpunkte erhielten deutsche Azubis auch im Kindergarten bzw. in Klassen der Berufsvorbereitung BVET mit den Schwerpunkten Hospitality und Office Administration in der UNESCO-Partnerschule Waldorf School einen Einblick. An den Wochenenden haben wir Land und Leute kennen gelernt: wir sind afrikanischen Tieren wie u.a. Geparden, Leoparden, Löwen, Giraffen, Affen und Rhinozerossen sehr nahe gekommen. Der Tierschutz in einer von uns besuchten Tierauffangstation, sowie einer privaten Lodge, wird sehr groß geschrieben. Bei einer Stadtführung besichtigten wird einige Sehenswürdigkeiten Windhoeks wie die Christuskirche, die Alte Feste und das 2014 eröffnete, überdimensionale Museum über den namibianischen Freiheitskampf. Besonders spannend war die Verkostung traditioneller Speisen in PENDUKA, einem sozialen Frauenprojekt am Rande von Katutura, nachdem wir dort auf dem afrikanischen Markt die Zutaten gesehen hatten: wilder getrockneter Spinat, Raupen des Mopanebaums, weiße Bohnen und Maismehl. Das Essen hat doch besser geschmeckt, als wir es in unserer Vorstellung hatten. In der letzten Woche sind wir zunächst nach Wolwedans ins private Naturreservat am Rande der Namibwüste gefahren – ein Highlight, weil man dort nicht so schnell hinkommt. Da ist schon die Fahrt auf der Schotterpiste ein Erlebnis. In Wolwedans trafen wir weitere namibianische Azubis unserer Partnerorganisation. Weiter ging es nach Swakopmund an die Küste mit dem kalten Ozean (17°) und in die Lagune mit Salzgewinnung nach Walvis Bay. Hier thematisierten wir das Problem der Mikroplastiken in den Weltmeeren. Abschließend fand ein Museumsbesuch in Swakop statt. Hier erfuhren wir nochmals einiges über die unterschiedlichen Ethnien Namibias sowie über die Kolonialzeit. Die Reise endete am 23.02.2018. Wir danken allen, die es uns auch dieses Jahr ermöglicht haben, das Begegnungsprogramm Pair & Share durchzuführen. Das Programm wurde durch finanzielle Mittel des Konkreten Friedensdienstes bei Engagement Global sowie durch Eigenmittel finanziert. (Bericht Michelle K. und Katja T.)
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