Wer   war   Anne   Frank?   Wie   lebte   sie   vor   und   nach ihrer   Emigration?   Wie   sah   ihr Alltag   im   Versteck   aus? Welche Probleme, Träume und Wünsche hatte sie? Mit   diesen   und   anderen   Fragen   befassten   sich   13 Schülerinnen      und      Schüler      der      Internationalen Förderklasse     am     Robert     Wetzlar-Berufskolleg     in Bonn. Sie     stammen     selbst     aus     vielen     verschiedenen Staaten:    aus    Syrien,    Afghanistan,    dem    Irak,    der Türkei    oder    auch    Südamerika.    Nicht    wenige    von ihnen   haben   am   eigenen   Leib   erfahren   müssen,   was Krieg   und   Flucht   bedeuten.   Viele   haben   Familie   und Freunde   zurückgelassen   und   müssen   nun   eine   neue Sprache lernen und sich ein neues Leben aufbauen. Dass    jedoch    vor    nicht    einmal    einem    Jahrhundert tausende      Menschen      aus      Deutschland      fliehen mussten,    dass    insbesondere    Jüdinnen    und    Juden hier    verfolgt    und    ermordet    wurden,    ist    vielen    von ihnen neu. Anlässlich    des    75.    Jahrestags    des   Tagebuchs    der Anne   Frank   haben   sie   am   Beispiel   von   Anne   Frank erarbeitet,   wie   der   Weg   vieler   jüdischer   Menschen aussah,   die   verfolgt   wurden.   Viele   Schülerinnen   und Schüler   hörten   erstmals   von   einem   wichtigen   Aspekt deutscher      und      europäischer      Geschichte      des vergangenen       Jahrhunderts.       Sie       lernten       den Nationalsozialismus     in     Deutschland     kennen.     Sie erfuhren,   wie   schwer   ein   Leben   im   Versteck   war,   wie
75. JAHRESTAG „TAGEBUCH DER ANNE FRANK“ in der Internationalen Förderklasse am Robert Wetzlar-Berufskolleg