AKTIVITÄTEN AM ROBERT-WETZLAR-BERUFSKOLLEG
Vom Umgang mit gefährlichen Drogen. Das Robert-Wetzlar-Berufskolleg (RWB) informiert und diskutiert die Drogenproblematik  150 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Bildungsgänge des Robert-Wetzlar-Berufskollegs, wie berufliches Gymnasium Gesundheit, Fachoberschule, Berufsfachschule Kosmetik, nahmen an einem Workshop rund um das Thema Cannabis teil. Damit geht das Berufskolleg offensiv mit der Drogenproblematik um. Immer noch steckt in den Köpfen, dass Cannabis eine ungefährliche Droge ist. Um diesen Irrglauben zu entkräften, kamen Mitarbeiter der Fachstelle „Suchtprävention update“ ins Robert-Wetzlar-Berufskolleg, um hier klassenübergreifend Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Aspekte einer kontrovers diskutierfähigen aber nicht ungefährlichen Droge näher zu bringen. Durch einen Perspektivwechsel sollte sich die Schülerschaft in unterschiedliche Sichtweisen von Eltern zum Drogenkonsum hineinversetzen. Es ging darum, die weit verbreitete Polarisierung zwischen Jugendlichen und Elterngeneration aufzulösen, und dazu anzuregen, ohne erhobenen Zeigefinger die Haltung der Eltern zum Cannabiskonsum zu reflektieren. Nur dadurch kann ein höheres Maß der Reflexion und Offenheit im Umgang mit der Thematik erreicht werden. Schülerrinnen und Schüler äußerten sich am Ende der Veranstaltung positiv und fanden, dass sie viel gelernt haben. „Am Anfang des Tages hätte ich nicht gedacht, dass das ein so interessanter und abwechslungsreicher Tag werden würde. Besonders die rechtlichen Dinge waren mir neu gewesen.“ äußerte sich eine Schülerin der Fachoberschule (FOS). Auch die Mitarbeiter von Update, Stefan Paschmann und Gregor Winand, waren zufrieden mit dem Verlauf des Tages. „Die Schülerschaft hat super mitgearbeitet. Es hat uns wirklich viel Spaß gemacht“, fasst Gregor Winand den Morgen am Kolleg zusammen. Gefreut hat ihn insbesondere, dass er bei einigen Schülerinnen auch das Interesse an seinem Beruf und Ausbildung zum Sozialarbeiter wecken konnte. „Auch für uns ist es ein interessanter Tag gewesen!“ Bemerkenswert war für Stefan Paschmann die Disziplin der Schülerinnen und Schüler. „Das ist nicht selbstverständlich“, so der Sozialarbeiter. „Denn der Morgen ging ohne Pausen non-stop durch.“ Das lag sicher auch an den interessanten Herangehensweisen in den drei unterschiedlichen Workshops des Tages. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, so Organisatorin Angelika Horstmeyer. „Deshalb, sind bereits für den Sommer - kurz vor den großen Ferien – zwei weitere Veranstaltungen in ähnlicher Größenordnung geplant.“  Ansprechpartnerin zum Thema Cannabis: Dr. Angelika Horstmeyer HEUTE SCHON GEKIFFT? ODER WAS? Wir, als Schüler des Robert-Wetzlar-Berufskolleg, hatten die Möglichkeit in Gruppen ein Konzept zu erarbeiten, wie man Serviceroboter im Seniorenheim in Zukunft anwenden kann. Am 04.12.2019 startete das Projekt mit dem Leiter des Kompetenzzentrums Usability, Herrn Dr. Daniel Daryoush Vaziri und seinem Mitarbeiter David Golchinfar an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Beim ersten Treffen konnten sich die Gruppen untereinander kennenlernen und ihre Konzepte vorstellen. Wir haben gemeinsam, als eine große Gruppe, die Konzepte weiter ausgearbeitet. In Praktika hatten wir bereits die Möglichkeit den Tagesablauf im Seniorenheim und im Krankenhaus kennen zu lernen. Mit der Basis unserer Erfahrungen aus den Praktika sind wir Schritt für Schritt den Alltag in einem Seniorenheim durchgegangen und haben geeignete Anwendungsmöglichkeiten für einen Serviceroboter gesucht. Besonders wichtig war uns dabei, die viel zu wenigen Pflegekräfte zu entlasten, damit diese ihre Zeit wieder mehr den Bewohnern widmen können. Die Pflegekräfte sollen wieder Zeit haben auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner und deren Angehörigen einzugehen. Vor allem sollen die Bewohner immer die Möglichkeit haben, in Ruhe ein Gespräch führen zu können. Um dies umzusetzen ist ein Serviceroboter hilfreich, er kann einfache Aufgaben wie z.B. die Essensausgabe, Erinnerung an Termine oder die schriftliche Dokumentation (mit genauen Angaben) übernehmen. In der Gruppe haben wir unsere konkreten Vorstellungen, wie man die oben genannten Punkte praktisch umsetzen kann, schriftlich festgehalten.Beim nächsten Termin werden wir den Serviceroboter in einem Seniorenheim mit den ausgearbeiteten Konzepten praktisch anwenden.Wir freuen uns sehr, dass wir an dem Projekt teilnehmen dürfen und sind gespannt, was uns bei den nächsten Terminen erwartet. PROJEKT ROBOTER    Am 09.10.2019 fand am Robert-Wetzlar-Berufskolleg ein Vortrag von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zu dem Thema „Servicerobotik zur Unterstützung von täglichen  Anwendungsfällen in der Pflege“ statt. Mit Blick auf das Kooperationsprojekt zwischen dem Kompetenzzentrum Usability und dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg wurden uns theoretisch und praktisch die Vorteile und Chancen von Servicerobotern näher gebracht. Wir konnten erste theoretische Eindrücke sammeln und die Roboter bereits in kleinen praktischen Aktionen erleben.Wir, als Schüler des Robert-Wetzlar-Berufskolleg, hatten die Möglichkeit in Gruppen ein Konzept zu erarbeiten, wie man Serviceroboter im Seniorenheim in Zukunft anwenden kann. Die Modebranche gilt als 2. größter Verschmutzer weltweit. Wir sagen STOPP dazu ! Wir, die BFH118, haben uns im Herbst 2019 über die 5 bedeutsamsten Umweltproblematiken der fast-fashion Industrie schlau gemacht und in unserem Schulgebäude eine Ausstellung dazu vorbereitet. Unser Wunsch war es, die erstaunlichen Fakten auch anderen Klassen zu präsentieren und so wurden Filmausschnitte gezeigt, informative Stellwände konzipiert, Schaufensterpuppen „fair“ und „dirty“ gekleidet und die Filialleitung des Bonner ökologischen und fairen Mode-Geschäfts „Maas-Natur“ eingeladen. So lernten wir, dass wir beim Einkauf einer Jeans indirekt einen Wasserverbrauch von mindestens 7000 Liter Wasser verursachen, das Rohmaterial mit 8000 unterschiedlichen Chemikalien aufgearbeitet wird, 6 von 10 hergestellten Kleidungsstücken jährlich wieder weggeworfen werden, die noch dazu unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Diese und noch viele weitere Mode-Umweltsünden sind uns nun bewusst und motivieren zu einem verantwortungsvolleren und nachhaltigerem „Shoppen“.  RWB-PROJEKT „DIRTY FASHION - FAIR FASHION“ Ein gemeinsames Projekt der namibischen und deutschen Auszubildenden war in diesem Jahr die Entwicklung eines Lernspiels zum Thema „Nachhaltigkeit“. In Anlehnung an die SDG 12 der UNESCO „ Nachhaltige Produktion und privater Konsum“ wurde der Beitrag seit Oktober entwickelt. Am Tag der Menschenrechte 2019 sammelte eine Lerngruppe aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe die ersten Ideen zur Umsetzung, die im Verlaufe des Winters zum ausgereiften Spielformat zusammengestellt wurden. Im Februar erfolgte die Testung des das Spiels mit namibischen und deutschen Auszubildenden in Windhoek.Frau Liesl Liebenberg, Hotel Managerin der NUST Hotel-School, sowie Frau Katja Türk, Lehrerin des RWB, sammelten Verbesserungsvorschläge der Auszubildenden , um das Spielzu Unterrichtszwecken weiter zu entwickeln und um es auch auf andere SDGs auszuweiten. Mit diesem Spiel bewirbt sich das RWB in diesem Jahr um den Schulpreis des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik „ EINE WELT WETTBEWERB“. PAIR & SHARE 2020 - BEGEGNUNGSPROGRAMM MIT NAMIBIA   Der dreiwöchige Aufenthalt von 10 Auszubildenden des Hotel- und Gaststättengewerbes aus Bonn sowie Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik steht im Zeichen des gegenseitigen Austausches mit Auszubildenden aus Namibia über die Arbeit- und Ausbildungsbedingungen und dem Kennenlernen der jeweiligen Kulturen. In der Woche verbringen die deutschen Schüler*innen und Schüler Zeit in berufsbezogenen Ausbildungssituationen in der NUST Hotel School, dem 21-Nice –Restaurant, der Waldorf School Windhoek und anderen Kindertagesstätten in Windhoek. Sie beobachten und vergleichen Ausbildungs- und Arbeitsabläufe in Deutschland und Namibia und diskutieren mit namibischen Auszubildenden und Ausbildern die beobachteten Unterschiede. Alle Beteiligten hoffen, dass die Finanzierung besonders auf namibischer Seite endlich so ausgebaut wird, dass ein regelmäßiger Aufenthalt von namibischen Auszubildenden in Bonn möglich wird.Die Wochenenden bieten Möglichkeit, das Land und die Leute besser kennenzulernen, indem die deutschen Schülerinnen und Schüler viel Zeit mit Gastfamilien oder den namibischen Auszubildenden verbringen. Am 10.12.2019 hat unsere Klasse, die FOS119, eine Exkursion in das Schokoladenmuseum zum Thema „Nachhaltigkeit“ gemacht. Dafür haben wir uns am Bonner Hauptbahnhof getroffen und sind mit dem Zug nach Köln gefahren und von dort aus zu Fuß zum Schokoladenmuseum gelaufen. Dort wurden wir herzlich mit einer Lindt-Schokolade empfangen. Lindt ist der Partner des Museums. Eine Mitarbeiterin führte uns durch das Schokoladenmuseum und beantwortete uns spannende Fragen zum Thema „Nachhaltigkeit“. Zunächst klärten wir, aus was Schokolade besteht, nämlich aus Kakaobohnen.  Und wie viel Schokolade essen wir durchschnittlich im Jahr? Ganze 8,7 Kilogramm Schokolade isst jeder Deutsche pro Kopf! Bei so einer großen Menge fragen wir uns doch, wie nachhaltig Schokolade hergestellt wird und genau das haben wir herausgefunden. Die meisten Kakaobohnen kommen aus Nigeria. Dort sind die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den Anbauländern sehr schwierig. Wie vielen bekannt ist herrscht in Westafrika viel Kinderarbeit. Viele Bauern haben Familienunternehmen, in denen ihre Kinder bereits in jungen Jahren tätig sind. Um die Kinderarbeit in Westafrika und vielen anderen Ländern nicht zu unterstützen, arbeitet das Schokoladenmuseum nur mit Bauern zusammen, die mit bestimmten Siegeln versehen sind. Anschließend durften wir eine Schokolade, namens „Die-Gute- Schokolade“ probieren. Das besondere an dieser Schokolade ist, dass für jede fünfte Schokolade ein Baum gepflanzt wird. Wenn man sich unsere aktuelle Situation über unser Klima anschaut, ist das eine tolle Aktion und man kann mit gutem Gewissen eine Schokolade verzehren. Diese Aktion wird von „Plant-for-the-Planet“ unterstützt. Abschließend durfte der berühmte Schokoladenbrunnen natürlich nicht fehlen. Wir haben viel über die Herstellung der Schokolade erfahren undfanden es schön, an der Exkursion teilgenommen zu haben.  geschrieben von: Lena Klein                  NACHHALTIGKEIT IM SCHOKOLADENMUSEUM?
Projekttag am 10.12.2019 Tag der Menschenrechte: Nachhaltiges Handeln oder gewollte Kurzlebigkeit zum Thema: „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita“ Am 10.12.2019 haben wir, die FSP 219, uns einen Tag lang mit dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita auseinandergesetzt. Wir haben erstmal unser eigenes Konsumverhalten reflektiert und diskutiert, was jede*r persönlich tun kann, um Müll zu vermeiden, Wasser und Energie zu sparen und somit seinen Teil dazu beizutragen, das Klima zu schützen. Dann haben wir uns mit den Bildungszielen für nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinandergesetzt und uns bewusstgemacht, dass wir als angehende Erzieher*innen eine Verantwortung dafür tragen, dass die Kinder, mit denen wir in Zukunft zusammenarbeiten werden, über dieses wichtige Thema informiert werden. In einem gemeinsamen Austausch über unsere Erfahrungen in der Praxis haben wir festgestellt, dass in den Einrichtungen noch nicht besonders viele Projekte stattfinden, die den Klimaschutz und nachhaltiges Handeln zum Thema haben. Dabei ist es doch so wichtig, dass gerade Kinder so früh wie möglich an dieses Thema herangeführt werden. Frau Wunderer, unsere Klassenlehrerin, hat uns eine Vielzahl von Projektideen für die Kita mitgebracht. Dann haben wir in Gruppen eigene Projekte für die Kita entwickelt und auf Plakaten festgehalten. Wir haben große Lust bekommen, diese irgendwann in der Praxis umzusetzen.  gez. Wunderer „Informativ, spannend und megagut“: Die BFH begegnet Zeitzeugen – als Hologramm Der WDR präsentiert seine Award-nominierte History App in der BFH  Sie waren in demselben Alter wie die Schüler, als Jürgen Tegethoff und Willy Plätz im Zweiten Weltkrieg an die Front mussten. Heute erzählen sie ihre Geschichte vor Schülerinnen und Schülern – als Hologramme. „Mit 18 an die Front“ heißt die für den Grimme Online Award 2020 nominierte History App des WDR, die der Oberstufe der Berufsfachschule für Soziales und Gesundheit von zwei Redakteurinnen des WDR vorgestellt wurde. Die Technik der Augmented Reality ermöglicht es, dass diese beiden Zeitzeugen buchstäblich mitten unter den Schülern sitzen.  Je ein Zweierteam bekam an diesem Vormittag ein iPad. „Man musste einen Punkt im Raum fixieren und wenn man auf diesen Punkt gedrückt hatte, erschien ein Zeitzeuge auf dem Bildschirm, der dann über das Erlebte berichtete“, erklärt Jana Demary aus der BFH 219. Die Männer berichten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen und von der Bedeutung, die der Zweite Weltkrieg für ihr Leben hatte und warnen vor Krieg im Allgemeinen. „Es war, als ob sie bei uns sitzen“, sagt auch Hevin Koro.  Im Anschluss an die Berichte der Soldaten diskutieren die Schüler die Rolle der Wehrmacht im Nationalsozialismus und die Frage der Schuld des einzelnen Wehrmachtsangehörigen sowie der deutschen Bevölkerung insgesamt. Die WDR-Redakteurinnen sind beeindruckt: Selten haben sie eine so vielfältige, intensive und einfühlsame Diskussion erlebt. „Interessant und megagut“, fand Kim Leydecker diese neue Unterrichtsmethode. „Wie ein Kulturschock“ war es für Josephina Scholl: „normalerweise gibt es meistens Kreide und dann plötzlich so viel Technik!“ In Deutsch, Politik und Religion waren die Klassen auf das Projekt mit dem WDR vorbereitet worden, das ihnen zugleich als Vorbereitung auf ihr Praktikum im Seniorenheim dient. Denn dort werden sie der Generation, deren Biographien sie sich mithilfe der Technik angenähert haben, wirklich begegnen.